Personen mit episodischer Migräne gehen seltener deswegen zum Arzt als solche mit chronischer Migräne. Entsprechend erhalten sie meist keine leitliniengerechte Behandlung und nehmen Medikamente oft auf eigene Faust ein.

[jg] Während 59 Prozent der Frauen und 80 Prozent der Männer mit chronischer Migräne deswegen zum Arzt gehen, sind es bei den Personen mit episodischer Migräne durchschnittlich nur knapp 40 Prozent. Das ergab eine telefonische Befragung des Robert Koch-Instituts, die im Rahmen der „Burden of Disease Study 2020“ durchgeführt wurde. An der Befragung nahmen zwischen Oktober 2019 und März 2020 rund 5 000 Erwachsene teil.

Entsprechend erhalten die Personen mit episodischer Migräne seltener eine leitliniengerechte Behandlung und nehmen Medikamente meist in Eigenregie ein. Arzneimittel gegen die akuten Schmerzen nehmen laut der Umfrage 91 Prozent der Männer und 83 Prozent der Frauen mit episodischer Migräne ein; zumeist Ibuprofen (46 %), Paracetamol (17 %) und Acetylsalicylsäure (10 %).

Quellen: ÄrzteZeitung, Robert Koch-Institut