In Industrieländern kommt chronischer Bluthochdruck häufig vor. Deutschland belegt dabei europaweit sogar den ersten Platz. Mehr als jeder Vierte hat bei uns eine chronische Hypertonie von mindestens 140/90 mmHg. Neuere Untersuchungen zeigen, dass dies sogar bei etwa fünf Prozent der Schüler der Fall ist (1).

Die Anzahl der gesetzlich Krankenversicherten mit diagnostizierter Hypertonie hat sich zwischen 2009 und 2018 von fast 17 Millionen auf gut 19 Millionen erhöht, so eine Analyse des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung. In Ostdeutschland wird Bluthochdruck mit einer Prävalenz von 36 Prozent besonders oft festgestellt. In Westdeutschland liegt sie bei 25 Prozent (2).

Ursachen

In neun von zehn Fällen ist der Lebensstil dafür verantwortlich, das heißt Adipositas, Bewegungsmangel, Alkohol, Rauchen, die Aufnahme von zu viel Kochsalz sowie beruflicher und/oder privater Stress. Ebenfalls von Bedeutung ist eine genetische Disposition (1). Als unabhängiger Risikofaktor für Bluthochdruck gilt aber auch ein Zinkmangel (3).